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Woran du einen guten GEO-Experten erkennst

Weil GEO neu ist, tummeln sich schnell grosse Versprechen. Woran du erkennst, ob dir jemand wirklich hilft und welche Zeichen dich vorsichtig machen sollten.

Aquarell eines Messingkompasses auf einer alten Landkarte an einem stillen Bergsee, Sinnbild für Orientierung bei der Wahl eines GEO-Experten.

GEO, also die Optimierung für KI-Antworten, ist ein junges Feld. Überall, wo etwas neu und noch schwer greifbar ist, wachsen schnell grosse Versprechen. Ich verstehe gut, dass die Frage «wer ist eigentlich Experte dafür und wem kann ich trauen?» viele umtreibt. Deshalb hier ein offener Wegweiser, aus der Sicht von jemandem, der selbst in diesem Feld arbeitet.

Warum gerade hier so viel versprochen wird

Bevor wir zu den Zeichen kommen, lohnt sich ein Blick darauf, warum das Feld so anfällig für grosse Worte ist. GEO ist neu, kaum jemand kann es überprüfen und die Ergebnisse einer KI wirken für Aussenstehende wie eine Blackbox. Genau diese Mischung aus Neugier, Unsicherheit und fehlender Kontrolle ist der Boden, auf dem Übertreibung gedeiht. Wer nicht weiss, wie etwas funktioniert, kann eine kühne Behauptung schwer widerlegen.

Das heisst nicht, dass alle unseriös arbeiten, im Gegenteil. Es heisst nur, dass du als Auftraggeber/in ein paar einfache Prüfsteine brauchst, um Substanz von Blendwerk zu unterscheiden. Die folgenden Zeichen helfen dir dabei.

Zuerst die Warnzeichen

Manche Signale sollten dich vorsichtig machen, egal wie professionell der Auftritt wirkt.

  • Garantien. «Wir bringen Sie garantiert in ChatGPT.» Das kann niemand versprechen. KI-Antworten lassen sich beeinflussen, nicht erzwingen. Wer eine Garantie gibt, verkauft dir Sicherheit, die es nicht gibt.
  • Geheime Tricks. Sobald von einem unbekannten Hebel die Rede ist, den angeblich alle anderen falsch machen, ist Skepsis angebracht. Gute Arbeit ist selten geheim, sie ist gründlich.
  • Zahlen ohne Bezug zum Geschäft. Wenn dir jemand steigende Werte zeigt, die sich nicht in Anfragen oder in echten Nennungen übersetzen, misst er das Falsche.
  • Tempo-Versprechen. «In vier Wochen sind Sie sichtbar.» KI-Systeme aktualisieren ihr Bild langsam. Wer schnelle Wunder verspricht, kennt das Feld nicht oder verschweigt, wie es wirklich läuft.

Ein gemeinsamer Nenner verbindet diese vier Warnzeichen: Sie nehmen dir die Unsicherheit, indem sie etwas Festes behaupten, wo in Wahrheit nichts fest ist. Das fühlt sich angenehm an, genau darauf zielt es. Seriöse Arbeit ist unbequemer, weil sie nüchtern bleibt, auch wenn eine klare Zusage mehr verkaufen würde.

Woran du gute Arbeit erkennst

Umgekehrt gibt es Zeichen, die für Substanz sprechen.

  • Ehrlichkeit über Zeiträume. Eine gute Fachperson sagt dir, dass es Wochen bis Monate dauert und dass es keine Garantie gibt. Diese Nüchternheit ist ein gutes Zeichen, kein schlechtes.
  • Fokus auf Klarheit und Substanz. Es geht zuerst um deine Positionierung und darum, dass deine Inhalte klar und glaubwürdig sind. Ohne dieses Fundament wirkt jede Technik ins Leere. Warum das so ist, zeigt der Beitrag dazu, aus welchen Quellen die KI schöpft.
  • Beide Welten zusammengedacht. Gute GEO-Arbeit ignoriert das klassische SEO nicht, sie baut darauf auf. Beides gehört zusammen, wie ich hier beschrieben habe.
  • Die richtigen Fragen. Eine gute Fachperson fragt zuerst nach deinem Geschäft, deiner Zielgruppe und deinen Zielen, bevor sie über Werkzeuge spricht.

Die Frage nach der Messung

Ein Punkt verdient eine eigene Betrachtung, weil hier am meisten geschummelt wird: Woran wird der Erfolg überhaupt gemessen? Es ist leicht, eine Zahl zu zeigen, die nach oben geht. Schwerer, aber aussagekräftiger ist die Frage, ob diese Zahl etwas mit deinem Geschäft zu tun hat.

Eine gute Fachperson misst das, was zählt: Wirst du genannt, wenn jemand eine KI nach deinem Thema fragt? Tauchst du in den richtigen Zusammenhängen auf? Kommen Anfragen, die vorher nicht kamen? Wer dir stattdessen abstrakte Punktzahlen ohne Bezug zur Wirklichkeit präsentiert, lenkt vom Eigentlichen ab. Frag im Zweifel ganz direkt: «Woran werden wir in drei Monaten sehen, ob sich das gelohnt hat?» Die Antwort auf diese Frage sagt dir viel über die Seriosität deines Gegenübers.

Fragen, die du im Erstgespräch stellen kannst

Der beste Schutz vor grossen Versprechen ist, selbst ein paar gute Fragen zu stellen. Du musst dafür kein Fachwissen haben, du musst nur auf die Art der Antwort achten. Eine seriöse Fachperson antwortet ruhig und differenziert, eine unseriöse weicht aus oder wird pauschal.

Frag zum Beispiel: «Was können Sie mir nicht versprechen?» Wer darauf offen antwortet und Grenzen benennt, zeigt, dass er das Feld kennt. Wer behauptet, alles sei machbar, sollte dich vorsichtig machen. Frag auch: «Woran werden wir in drei Monaten sehen, ob es gewirkt hat?» Eine gute Antwort nennt konkrete, geschäftsnahe Zeichen, eine schlechte flüchtet in abstrakte Punktzahlen. Frag ausserdem: «Was müssten wir zuerst an unserer Positionierung und unseren Inhalten klären?» Wer sofort über Technik und Werkzeuge redet, ohne dein Geschäft verstehen zu wollen, hat die falsche Reihenfolge im Kopf.

Diese drei Fragen entlarven die meisten leeren Versprechen, ohne dass du Fachbegriffe kennen musst. Es geht darum, ob ihr auf einer offenen Grundlage zusammenarbeiten könnt, nicht darum, dein Gegenüber zu prüfen.

Worauf du bei Angebot und Preis achtest

Auch im Angebot selbst gibt es Zeichen. Seriöse Arbeit beschreibt, was konkret getan wird und warum, in einer Sprache, die du verstehst. Wenn ein Angebot vor allem aus beeindruckenden Fachwörtern besteht und dir am Ende nicht klar ist, was eigentlich passiert, ist das kein gutes Zeichen. Klarheit im Angebot ist oft ein Spiegel der Klarheit in der Arbeit.

Bei den Preisen gilt Ähnliches. Weder ein auffällig niedriger Preis noch ein besonders hoher sagt für sich schon etwas über Qualität. Wichtiger ist, ob der Preis nachvollziehbar an eine beschriebene Leistung geknüpft ist. Vorsicht ist geboten, wenn ein Angebot an lange Bindungen geknüpft wird, ohne dass klar wird, was du dafür bekommst. Gute Zusammenarbeit hält Menschen mit Ergebnissen, nicht mit Verträgen, aus denen man schwer wieder herauskommt.

Warum Verständnis mehr wiegt als Grösse

Viele denken, für ein so technisches Thema brauche es eine möglichst grosse Agentur. Meiner Erfahrung nach zählt etwas anderes mehr: ob die Person dein Geschäft wirklich versteht und nüchtern einordnet. GEO ist kein reines Technikthema, es ist ein Zusammenspiel aus Positionierung, Sprache und Struktur. Wer dich und deine Kundschaft versteht, trifft bessere Entscheidungen als jemand, der nur Werkzeuge bedient.

Das gilt gerade in der Schweiz, wo Nähe, Vertrauen und ein echtes Verständnis für den Markt oft mehr bewegen als eine grosse Maschinerie. Mehr zur Lage hier vor Ort findest du im Beitrag zu GEO in der Schweiz.

Das heisst nicht, dass eine grosse Agentur automatisch die falsche Wahl ist. Es heisst nur, dass die Grösse allein nichts über die Qualität sagt. Manche grossen Häuser arbeiten hervorragend und individuell, manche kleinen Anbieter liefern austauschbare Schablonen. Der Massstab ist die Frage, ob sich jemand wirklich in dein Geschäft hineindenkt, nicht die Anzahl der Mitarbeitenden. Wer bei dir Standardpakete abspult, ohne deine Besonderheiten zu verstehen, hilft dir wenig, egal wie gross oder klein er ist.

Warum kein seriöser Experte Garantien geben kann

Es lohnt sich, kurz zu verstehen, warum die Garantie so ein zuverlässiges Warnzeichen ist. Eine KI-Antwort entsteht aus dem Zusammenspiel vieler Quellen, aus den Trainingsdaten eines Modells und aus der konkreten Formulierung der Frage. Keiner dieser Faktoren steht unter der Kontrolle eines Dienstleisters. Man kann die Wahrscheinlichkeit erhöhen, genannt zu werden, indem man an Klarheit, Struktur und Erwähnungen arbeitet. Man kann das Ergebnis aber nicht erzwingen, so wenig, wie ein guter Gärtner Sonnenschein garantieren kann.

Wer trotzdem eine Garantie gibt, weiss das entweder nicht, dann fehlt ihm das Verständnis für das Feld, oder er weiss es und sagt es nicht, dann fehlt ihm die Ehrlichkeit. In beiden Fällen ist das ein Grund, vorsichtig zu sein. Die seriöse Aussage klingt weniger spektakulär, aber sie ist wahr: Wir arbeiten an den Grundlagen, die deine Chancen deutlich verbessern. Zugleich sagen wir offen, dass es keine Gewissheit gibt.

Vertrauen ist beidseitig

Zum Schluss ein Gedanke, der oft vergessen wird. Eine gute Zusammenarbeit erkennst du am Auftreten deines Gegenübers und vor allem daran, ob es dich als Partnerin oder Partner ernst nimmt. Wer dir zuhört, deine Ziele versteht und dich in Entscheidungen einbezieht, arbeitet auf Augenhöhe. Wer dich mit Fachbegriffen klein hält und dir das Gefühl gibt, sowieso nichts zu verstehen, erzeugt Abhängigkeit statt Vertrauen.

Achte deshalb auch auf dein eigenes Gefühl im Gespräch. Wirst du klarer oder verwirrter? Fühlst du dich ernst genommen oder überrumpelt? Diese leisen Signale sind oft verlässlicher als jede Referenzliste. Gute GEO-Arbeit ist am Ende auch eine Beziehung. Für Beziehungen gilt hier dasselbe wie überall: Ehrlichkeit, Verständnis und Respekt tragen weiter als grosse Worte.

Was du daraus mitnimmst

Ein guter GEO-Experte erkennt sich weniger an lauten Versprechen als an ruhiger Ehrlichkeit. Vorsicht bei Garantien, Geheimtricks und schnellen Wundern. Vertrauen verdienen jene, die offen über Zeiträume sprechen, an Klarheit und Substanz arbeiten, das Richtige messen, klassisches SEO und KI-Sichtbarkeit zusammendenken und dein Geschäft verstehen wollen.

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Tobias Michael Kurz

Tobias Michael Kurz

Copywriter und GEO-Optimierer. Ich helfe Coaches, Berater/innen sowie Consulting-Unternehmen, in ChatGPT, Perplexity und Google gefunden und empfohlen zu werden. Mehr über mich

FAQ

Häufige Fragen

Kann mir jemand garantieren, dass ChatGPT mich empfiehlt?

Nein, genau das ist ein wichtiges Erkennungszeichen. Niemand kann garantieren, in einer KI-Antwort zu erscheinen. Seriöse Fachleute arbeiten an der Grundlage und der Wahrscheinlichkeit, nicht an einem versprochenen Ergebnis. Wer Garantien gibt, übertreibt.

Woran erkenne ich seriöse GEO-Arbeit?

An Ehrlichkeit über Zeiträume, an einem Fokus auf Klarheit, Substanz und Positionierung statt auf Tricks und daran, dass die richtigen Dinge gemessen werden. Also ob du für echte Fragen genannt wirst, nicht ob eine Zahl steigt, die niemandem etwas bringt.

Brauche ich für GEO eine grosse Agentur?

Nicht unbedingt. Wichtiger als die Grösse ist, ob die Person dein Geschäft versteht, nüchtern einordnet und sowohl die klassische Auffindbarkeit als auch die neue KI-Sichtbarkeit zusammendenkt. Nähe und Verständnis wiegen oft mehr als Grösse.

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