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KI-Suchmaschine: was sie ist und welche Systeme in der Schweiz zählen

Was eine KI-Suchmaschine ist und wie ChatGPT mit Websuche, Perplexity, die KI-Funktionen von Google, Microsoft Copilot und Gemini ihre Quellen finden und anzeigen. Mit Vergleichstabelle, Verfügbarkeit in der Schweiz und dem, was das für deine Sichtbarkeit als Anbieter/in bedeutet.

Aquarell von fünf antiken Laternen auf einer Steinmauer in der Abenddämmerung, jede wirft ein etwas anderes Licht, eine leuchtet golden.

Eine KI-Suchmaschine beantwortet deine Frage mit einem ausformulierten Text und nennt dazu die Webseiten, auf die sich die Antwort stützt. Wer heute einen Coach für die berufliche Neuorientierung oder eine Begleitung für die Nachfolge im eigenen Betrieb sucht, kann dabei in einem von mehreren solchen Systemen landen.

Fünf davon sind in der Schweiz für den Alltag relevant: ChatGPT mit Websuche, Perplexity, die KI-Übersicht und der KI-Modus von Google, Microsoft Copilot sowie Gemini. Jedes davon hat seinen eigenen Weg zu den Quellen. Ich zeige dir hier, woher jedes System seine Quellen bezieht, wie es sie anzeigt, wie es um die Verfügbarkeit in der Schweiz steht und was das für dich als Anbieter/in bedeutet. Die Angaben stammen aus der offiziellen Dokumentation der Hersteller, Stand Oktober 2026.

Was ist eine KI-Suchmaschine?

Eine KI-Suchmaschine ist ein Suchdienst, der auf eine Frage mit einer zusammengefassten Antwort reagiert und die verwendeten Webseiten als Quellen verlinkt. Dahinter stehen zwei Schritte. Zuerst sucht das System im Netz oder in einem eigenen Index nach passenden Seiten. Danach formuliert ein Sprachmodell aus diesen Fundstellen eine Antwort. In der Fachsprache heisst dieser Vorgang Grounding, also das Verankern einer Antwort in aktuellen Quellen.

Vom reinen Chatbot hebt sich eine KI-Suchmaschine durch genau diesen Suchschritt ab. Ein Sprachmodell ohne Websuche antwortet aus seinem Trainingswissen, eine Quelle kann es dabei keine verlinken. Von der klassischen Suchmaschine hebt sie sich durch die Antwort ab: Die Trefferliste rückt in den Hintergrund, die Quellen erscheinen als Belege neben oder unter dem Text.

Für dich als Coach oder Berater/in heisst das, dass eine Nennung in zwei Stufen entsteht. Deine Seite muss zuerst gefunden werden. Danach braucht sie Formulierungen, die so klar sind, dass das Modell sie als Beleg übernimmt.

Die fünf Systeme im Vergleich

Die Tabelle fasst zusammen, was die Hersteller selbst dokumentieren. Wo eine Angabe fehlt, gibt es dazu keine offizielle Aussage, die ich prüfen konnte.

System Woher die Quellen kommen Wie die Quellen erscheinen Schweiz
ChatGPT mit Websuche Eigener Suchroboter OAI-SearchBot, dazu Partner-Suchanbieter, darunter Microsoft Anklickbare Zitate im Text, Schaltfläche «Sources» mit weiteren Links Auf der Liste der unterstützten Länder
Perplexity Websuche in Echtzeit, eigener Roboter PerplexityBot Nummerierte Zitate mit Link zur Originalquelle Keine offizielle Länderliste gefunden
Google KI-Übersicht Google-Suchindex, mehrere verwandte Suchen zu Unterthemen Zusammenfassung über den Ergebnissen mit Links In der Länderliste von Google aufgeführt
Google KI-Modus Google-Suchindex, Frage wird in Unterthemen aufgeteilt Ausformulierte Antwort mit hervorgehobenen Links Seit 8. Oktober 2025 auf Deutsch, Französisch und Italienisch
Microsoft Copilot Suchdienst von Bing, Copilot bildet dafür eine kurze Suchanfrage Verlinkte Zitate, in Copilot Chat samt den an Bing gesendeten Suchbegriffen Über 170 Märkte, Deutsch, Französisch und Italienisch unterstützt
Gemini Websites, auf Wunsch auch eigene Dateien und verknüpfte Inhalte aus Google Workspace Schaltfläche «Quellen» mit Seitenleiste, bei einem Teil der Antworten In der Länderliste, Deutsch, Französisch und Italienisch unterstützt

Google führt die KI-Übersicht und den KI-Modus als zwei getrennte Funktionen, darum stehen sie in der Tabelle auf eigenen Zeilen. Gezählt als Anbieter sind es fünf Systeme.

Woher die Quellen kommen

Die Systeme lassen sich nach ihrem Zugang zum Netz in drei Gruppen ordnen.

Google mit dem eigenen Suchindex. Die KI-Übersicht und der KI-Modus greifen auf denselben Index zurück wie die normale Google-Suche. In der Dokumentation für Website-Betreiber nennt Google dafür eine einzige Voraussetzung: Eine Seite muss indexiert sein und mit einem Textausschnitt in der Suche erscheinen dürfen. Zusätzliche technische Anforderungen gibt es laut Google keine. Beide Funktionen können ausserdem mehrere verwandte Suchen zu Unterthemen gleichzeitig ausführen, Google nennt das Query Fan-out. Laut Google zeigen sie dadurch eine breitere Auswahl an Links, als es eine einzelne klassische Suche tun würde.

Microsoft mit dem Bing-Index. Für Copilot ist der Weg klar beschrieben. Wenn die Websuche aktiv ist, zerlegt Copilot deine Frage, bildet daraus eine kurze Suchanfrage aus wenigen Wörtern und schickt sie an den Suchdienst von Bing. Die Ergebnisse fliessen danach in die Antwort ein. So steht es in der Dokumentation zur Websuche in Microsoft Copilot. Eine Seite, die Bing nicht kennt, steht Copilot damit als Quelle gar nicht zur Verfügung. Wie du deine Website bei Bing anmeldest, beschreibe ich in Bing Webmaster Tools einrichten.

OpenAI und Perplexity mit eigenen Robotern. ChatGPT betreibt einen eigenen Suchroboter namens OAI-SearchBot. OpenAI schreibt in der Hilfe, dass eine Website ihn zulassen muss, um in den Suchergebnissen von ChatGPT berücksichtigt zu werden. Zusätzlich arbeitet die Suche in ChatGPT teilweise mit anderen Suchanbietern zusammen, Microsoft gehört dazu. Wie weit sich die Quellen von ChatGPT und Bing inzwischen voneinander entfernt haben, steht in Woher ChatGPT seine Antworten holt. Perplexity sucht laut eigener Hilfe bei jeder Frage in Echtzeit im Netz. Für das Auffinden von Websites setzt das Unternehmen einen eigenen Roboter ein, den PerplexityBot.

Gemini nimmt eine Sonderstellung ein. In der Hilfe zu den Gemini-Apps beschreibt Google, dass Antworten Quellen enthalten können, darunter Websites, hochgeladene Dateien sowie verknüpfte Inhalte aus Gmail oder Google Docs. Wie die Websuche dabei im Einzelnen abläuft, legt die Hilfeseite nicht offen.

Ob ein Roboter deine Website überhaupt lesen darf, legst du in der Datei robots.txt fest. Was du dort für OAI-SearchBot, PerplexityBot und die übrigen KI-Roboter einträgst, erkläre ich in KI-Crawler und robots.txt.

Wie die Quellen angezeigt werden

Für dich als Anbieter/in zählt neben der Nennung auch die Frage, ob jemand den Weg zu deiner Seite findet. Hier gehen die Systeme sehr verschiedene Wege.

Perplexity stellt die Quellen in den Vordergrund. Jede Antwort enthält laut Perplexity nummerierte Zitate, die direkt zur Originalquelle führen.

ChatGPT setzt anklickbare Zitate in den Text. Auf dem Computer erscheint eine Vorschau, sobald du mit der Maus auf ein Zitat zeigst. Die Schaltfläche «Sources» öffnet, wenn sie angeboten wird, die zitierten Quellen samt weiteren passenden Links. OpenAI weist selbst darauf hin, dass Ergebnisse und Zitate unvollständig, veraltet oder falsch sein können.

Google bettet die Links in die KI-Übersicht und in den KI-Modus ein. Für den KI-Modus spricht Google von prominenten Links, die sich anklicken lassen. Ist sich das System bei einer Antwort unsicher, zeigt es klassische Suchergebnisse an.

Copilot bietet eine Besonderheit, die für deine eigene Arbeit nützlich ist. In Copilot Chat zeigt der Bereich mit den verlinkten Zitaten auch die genauen Suchbegriffe, die an Bing gingen, allerdings nur während 24 Stunden. Daran lässt sich ablesen, mit welchen Worten die KI nach Belegen gesucht hat.

Gemini zeigt Quellen bei einem Teil der Antworten. Fehlt unter einer Antwort die Schaltfläche «Quellen», hat Gemini laut Google für diese Antwort keine Links bereitgestellt. Eine Nennung bleibt dann ein Name im Text, dem niemand per Klick folgen kann.

Verfügbarkeit in der Schweiz

Für vier der fünf Anbieter bestätigt die offizielle Dokumentation die Nutzung in der Schweiz oder in den Landessprachen ausdrücklich.

  • Google KI-Modus: seit dem 8. Oktober 2025 in der Schweiz, auf Deutsch, Französisch und Italienisch. So steht es in der Ankündigung im Google-Blog zum Start in der DACH-Region. Wie du ihn öffnest und wieder verlässt, zeige ich in Der KI-Modus von Google.
  • Google KI-Übersicht: Die Google-Hilfe führt die Schweiz in der Liste der Länder. Die allgemeine Sprachliste enthält unter anderem Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch.
  • ChatGPT: Die Schweiz steht auf der Liste der unterstützten Länder. Die Websuche gibt es laut OpenAI in allen Abos von Free bis Enterprise sowie ohne Anmeldung.
  • Microsoft Copilot: Laut Microsoft in über 170 Märkten verfügbar, ausgenommen sind China und Länder unter Embargo. Deutsch, Französisch und Italienisch gehören zu den unterstützten Sprachen. Im Firmenumfeld kann die IT-Abteilung die Websuche allerdings abschalten.
  • Gemini: Die Schweiz steht in der Länderliste der Gemini-Web-App. Deutsch, Französisch und Italienisch gehören zu den unterstützten Sprachen.
  • Perplexity: In der Hilfe habe ich keine offizielle Länderliste gefunden. Perplexity gehört zu den drei Systemen, in denen ich jeden Monat meine eigene Sichtbarkeit prüfe.

Für Anbieter/innen mit Kundschaft in mehreren Sprachregionen ist der KI-Modus besonders relevant, weil er Fragen auf Französisch und Italienisch ebenso beantwortet. Für Fragen aus der Romandie oder dem Tessin helfen deshalb Seiten, die dein Angebot auch auf Französisch oder Italienisch beschreiben.

Welche KI-Suchmaschine sich wofür eignet

Jedes System hat seine Stärken, die sich aus seiner Bauweise ergeben. Ich ordne sie so ein:

Aufgabe Passendes System Grund
Recherche mit nachprüfbaren Belegen Perplexity Jede Antwort mit nummerierten Zitaten
Alltägliche Suche mit Ortsbezug Google KI-Übersicht Direkt in der gewohnten Google-Suche
Längere Fragen mit Nachfragen Google KI-Modus oder ChatGPT Gesprächsform, Frage wird in Unterthemen zerlegt
Entscheidungen durchdenken ChatGPT mit Websuche Lange Gespräche, Quellen bei Bedarf
Arbeit im Unternehmen mit Microsoft 365 Microsoft Copilot Verbindet Firmendaten und Webquellen in einer Antwort
Arbeit mit Gmail und Google Docs Gemini Kann verknüpfte Workspace-Inhalte als Quelle nutzen

Daraus ergibt sich ein Bild, das für deine Sichtbarkeit wichtig ist. Deine Kundschaft verteilt sich auf diese Systeme je nach Situation. Ein Personalleiter in einem Konzern, der eine Begleitung für sein Führungsteam sucht, fragt vielleicht in Copilot, weil es ohnehin in seinem Arbeitsalltag läuft. Eine selbstständige Physiotherapeutin, die über eine Laufbahnberatung nachdenkt, stellt dieselbe Frage womöglich abends im KI-Modus von Google. Beide suchen dieselbe Art von Anbieter/in und bekommen ihre Antwort aus unterschiedlichen Quellen.

Was das für Anbieter bedeutet

Weil jedes System seinen eigenen Zugang zum Netz hat, unterscheiden sich auch die Antworten. Eine Auswertung von 100‘000 Anfragen, die ich in Jede KI zitiert andere Quellen bespreche, ergab, dass ChatGPT und Perplexity nur 11 Prozent ihrer Quellen teilen. Dazu passt der Befund aus Zwei Drittel aller Marken erscheinen nur in einem einzigen KI-System: Rund zwei Drittel der untersuchten Marken tauchten bei genau einem System auf.

Für dich heisst das, in mehreren Systemen vorzukommen. Ich gehe dabei in vier Schritten vor:

  1. Gefunden werden. Die Website ist bei Google über die Search Console und bei Bing über die Webmaster Tools erfasst. Damit stehen die Quellen für die KI-Funktionen von Google, für Copilot und für einen Teil der ChatGPT-Suche bereit.
  2. Lesbar sein. Die robots.txt lässt OAI-SearchBot und PerplexityBot zu. Wichtige Inhalte stehen als Text auf der Seite, damit jeder Roboter sie erfassen kann.
  3. Zitierbar formulieren. Jedes Angebot hat eine eigene Seite. Jede wichtige Frage bekommt einen eigenen Abschnitt, dessen erster Satz die Antwort enthält.
  4. Bestätigt werden. Einträge in passenden Verzeichnissen, Bewertungen und Erwähnungen auf fremden Seiten zeigen den Systemen, dass andere dich mit deinem Thema verbinden.

Bei Copywriting Kurz begleite ich Coaches, Berater/innen und Consulting-Firmen in der Schweiz und im DACH-Raum bei genau dieser Arbeit. Am Anfang steht ein Kickoff-Gespräch mit rund 20 Fragen, damit klar ist, welche Fragen deine Kundschaft stellt und in welchen Systemen sie das tut. Wie die laufende Betreuung danach aussieht, beschreibe ich auf der Seite zur GEO- und SEO-Begleitung.

Wie ich die Sichtbarkeit über mehrere Systeme prüfe

Für meine eigene Website stelle ich jeden Monat dieselben Fragen in ChatGPT, Perplexity und im KI-Modus von Google. Ich notiere, ob ich genannt werde, welche Seite zitiert wird und welche anderen Anbieter/innen in der Antwort stehen. Dieselben Fragen über mehrere Monate machen Veränderungen sichtbar, weil die Antworten einzelner Tage stark schwanken können.

Ergänzend lohnen sich zwei Werkzeuge der Hersteller. In der Search Console siehst du, wie deine Seiten in der Google-Suche abschneiden, ich filtere dort immer auf die Schweiz. In den Bing Webmaster Tools zeigt der Bericht «AI Performance», wie oft deine Seiten in Copilot und in den KI-Zusammenfassungen von Bing als Quelle erscheinen.

Wenn du wissen möchtest, wie deine Website heute in KI-Antworten dasteht und welche Seiten dort als Quelle in Frage kommen, gibt dir der kostenlose KI-Sichtbarkeits-Check einen ersten, ruhigen Überblick.

Tobias Michael Kurz

Tobias Michael Kurz

Copywriter und GEO-Optimierer. Ich helfe Coaches, Berater/innen sowie Consulting-Unternehmen, in ChatGPT, Perplexity und Google gefunden und empfohlen zu werden. Mehr über mich

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FAQ

Häufige Fragen

Was ist eine KI-Suchmaschine?

Eine KI-Suchmaschine beantwortet eine Frage mit einem ausformulierten Text und verlinkt die Webseiten, auf die sich die Antwort stützt. Dafür sucht sie zuerst passende Seiten im Netz oder in einem eigenen Index. Danach fasst ein Sprachmodell die Fundstellen zu einer Antwort zusammen.

Welche KI-Suchmaschinen gibt es?

Im Alltag in der Schweiz zählen vor allem ChatGPT mit Websuche, Perplexity, die KI-Übersicht und der KI-Modus von Google, Microsoft Copilot sowie Gemini. Sie unterscheiden sich darin, woher sie ihre Quellen beziehen und wie deutlich sie diese anzeigen.

Ist ChatGPT eine Suchmaschine?

ChatGPT kann im Netz suchen, wenn eine Frage aktuelle Informationen braucht, oder wenn du die Suche gezielt einschaltest. Die Antwort enthält dann anklickbare Zitate sowie eine Übersicht der Quellen. Laut OpenAI steht die Websuche in allen Abos zur Verfügung, auch ohne Anmeldung.

Welche KI-Suchmaschine zeigt ihre Quellen an?

Perplexity versieht laut eigener Hilfe jede Antwort mit nummerierten Zitaten, die zur Originalquelle führen. ChatGPT zeigt Zitate im Text sowie eine Quellenübersicht. Gemini zeigt Quellen nur bei einem Teil der Antworten.

Gibt es den Google KI-Modus in der Schweiz?

Ja. Google hat den KI-Modus am 8. Oktober 2025 in der Schweiz eingeführt, auf Deutsch, Französisch und Italienisch. Er ist ein eigener Bereich der Google-Suche, in dem du Fragen in ganzen Sätzen stellst und nachfragen kannst.

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